Unerträglich

Der Typ sitzt hinter mir am Tisch in einem italienischen Restaurant und palavert seinen Untergebenen voll. In zehn Minuten in mehr als hörbarer Lautstärke folgende Begriffe unterzubringen, ist fast schon ein Talent: Ich, ich, ich, Manager, Künstler, Ausstellung, Auftrag, Spiegel-TV, meine Handy-Nummer, keine-Ahnung-woher-die-die-hatten, Naja, Huskie-Schlitten, süße Stimme, eine meiner Affären, Kohle, Auftrag, Macher, geht klar, italienisch? Ach, ein bisschen, Italiener trinken ja nie doppelten Espresso, „irgendwas auf italienisch gesabbelt“, Auftrag, Kohle, Ciao!

Unerträglich. Ich könnte kotzen, wenn ich solche Selbstdarsteller erlebe. Und bin zeitgleich gruselig amüsiert. Da muss ich mich wohl irgendwann mal entscheiden.

Unerträglich II: Umziehen. Ich möchte die nächsten 27 Jahre keine einzige Umzugskiste mehr packen und nie wieder mit mehr als fünf Kilo in der Hand eine Treppe hinuter- oder hinaufgehen müssen. Ich bin durch. Aber bald ist es geschafft.

Unerträglich III: Offline sein. Vom World-Wide-Web bin ich ab jetzt bis mindestens 3. November abgeschnitten. Macht’s gut.

5 Gedanken zu „Unerträglich

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